Grundideen unseres Angebots


Zielsetzung: Wir bieten alleinstehenden Menschen sowie Müttern mit Kind/ern in Orientierungskrisen einen stationären Therapieaufenthalt und ein vorübergehendes neues Zuhause an. Dabei nutzen wir neben unseren fachlichen, psychologisch-psychotherapeutischen Kompetenzen auch unsere familiären und räumlichen Ressourcen.

WG / Selbständigkeit ( Konzept 2013): Unsere Therapiegäste bewohnen eine eigene Wohnung oder teilen diese ev. mit einer/m anderen MitbewohnerIn. Sie führen ihren Haushalt mit unserer Hilfe so weit wie möglich selbständig. Ergänzend dazu sind 2-3 Mahlzeiten pro Woche mit uns vorgesehen.

Arbeitsweise Wir führen und arbeiten zielorientiert. Gemeinsam ausgehandelte Zielsetzungen bilden die Basis für individuelle Abmachungen, Vereinbarungen, Regelungen. Regelmässige Gespräche, Sitzungen, Standortbestimmungen gehören zum Prozess.

Tagesstruktur, Berufs-, Arbeitswelt:  Je nach Zielsetzung helfen wir mit, eine geeignete Tagesstruktur zu definieren.
Das selbständige Führen eines Haushaltes mit oder ohne Kind kann die Tagesstruktur weitgehend bestimmen.
Speziell für junge Menschen erachten wir jedoch eine Integration in die Arbeits- und Berufswelt als vorrangig.
Wir sind in der Lage, unsere Therapiegäste auch berufsberaterisch zu begleiten und sie beim Finden von sinnvollen Praktika, Arbeitseinsätzen, Lehrstellen etc. zu unterstützen. Wir stehen in engem Kontakt mit Schulen und Arbeitgebern der Region, welche uns dank guter persönlicher Beziehungen oft schon Integrationschancen für die uns anvertrauten Menschen geboten haben. Selbstverständlich ist auch die Zusammenarbeit mit der regionalen Berufsberatung, mit der IV-Berufsberatung, dem RAV und anderen Fachstellen Bestandteil unserer Integrationsarbeit. 

 
Psychotherapie: Regelmässige psychotherapeutische Gespräche im Haus sind möglich, Kriseninterventionen nach Bedarf vorgesehen.
Psychische Blockaden, Angstzustände, Identitätskonfusionen, Ausweicheverhalten, Suchttendenzen etc. können die Bewältigung des Alltags behindern bis verunmöglichen. Die Alltagserfahrungen geben Hinweise auf zu bearbeitende therapeutische Themen und gleichzeitig Möglichkeiten, neue Copingstrategien einzuüben. Dank der therapeutischen Dauerpräsenz sind bei uns auch schwierige psychotherapeutische Prozesse wie Traumaaufarbeitungen möglich, die den Rahmen eines ambulanten Settings sprengen würden. 

Medizinische Versorgung: Wir arbeiten mit den allgemein praktizierenden Aerzten unserer Region zusammen und haben dank aktuellem Anstellungsverhältnis eine spezielle Verbindung zum Psychiatriedienst im Spital Frutigen und dank früherer Anstellung zum Psychiatriezentrum Münsingen. Dadurch arbeiten wir auch psychiatrisch immer eng vernetzt.
Wir geben nach Bedarf Medikamente ab und kontrollieren deren Einnahme.

Alternative zu Heimen / Psychiatrie: Wir sehen uns als eine Ergänzung und Alternative zum bestehenden Heimangebot bzw. zu einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik. Bei uns sind im kleinen familiären Rahmen psychotherapeutische Prozesse möglich.
Aus unserer langjährigen stationären Berufserfahrung wissen wir, dass Heimplatzierungen und lange Klinikaufenthalte auch negative Auswirkungen haben können wie z.B. das gegenseitige Aufschaukeln gefährdeter Jugendlicher in negativen Selbstdefinitionen, die Animation zu delinquentem Verhalten, Hospitalismus u.ä.
Wir legen Wert auf eine gesunde Wohn- und Therapieatmosphäre.

Platzangebot: Aktuell haben wir zwei, bei einer Mutter-Kind-Betreuung drei Plätze im Haus. Dazu kommen Nachbetreuungen in externer Wohnung sowie ambulante Psychotherapien.